wire 2024: Neue Potenziale durch Wachstumsmärkte

vor 3 Monaten
wire 2024: Neue Potenziale durch Wachstumsmärkte

Vom 15. bis zum 19. April 2024 fand in Düsseldorf die "wire", die Weltleitmesse der Drahtindustrie statt. Selbstverständlich war auch unser Team mit einem eigenen Messestand vertreten. Welche Highlights es gab verrät uns das Geschäftsführungs-Team, bestehend aus Fritz Uwe Finkernagel (rechts) und Timo Finkernagel (links).

Eine Woche Messe ist vorüber. Wie war die Stimmung?

Fritz Uwe Finkernagel: Weitaus besser als erwartet. Im Vorfeld der Messe haben wir im Markt ein gewisses Maß an Verunsicherung gespürt, vor allem auf Grund vieler globaler Themen. Von daher freut es uns sehr, dass wir mehr als 80% unserer Stammkunden auf dem Messestand begrüßen durften.

Timo Finkernagel: Wir haben zudem einige spannende neue Kontakte knüpfen und auch mehrere Probeaufträge direkt buchen können. Das ist natürlich besonders erfreulich.

Was hat sich im Vergleich zu den Vorjahren verändert?

Timo Finkernagel: Meiner Einschätzung nach waren dieses Jahr besonders viele Fachbesucher da. Ich habe zahlreiche interessante, fachlich sehr tief gehende Gespräche geführt. Dabei waren auch Vertreter:innen aus Industrien, mit denen Finkernagel bisher nur in geringem Maße in Kontakt war, z.B. aus der Möbelindustrie. Die Herausforderung, solche für uns noch eher unbekannte Branchen zu beliefern, nehmen wir ganz besonders gerne an.

Welche Themen haben die Besucher:innen besonders interessiert?

Fritz Uwe Finkernagel: Wir merken stark, dass überall ein Umdenken in Richtung Nachhaltigkeit stattfindet. Unser Angebot der Farbmarkierung des Drahtes wurde verstärkt nachgefragt. Indem wir schon während des Drahtziehens die auffälligen Stellen im Draht mithilfe von Farbe markieren, kann mit sehr wenig Ausschuss produziert werden. Nur ein kleines Stück Draht anstelle einer ganzen Spule zu verschrotten ist natürlich viel ressourcenschonender.

Timo Finkernagel: In der EU dürfen neuzugelassene Fahrzeuge ab 2035 kein CO2 mehr ausstoßen. Da viele unserer Kunden Zulieferer der Automobilindustrie sind, stellen sie sich direkt darauf ein und produzieren verstärkt Teile für Elektroautos. Der Draht und die Werkzeuge, die wir produzieren gehen also nicht nur in Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor sondern auch in E-Autos.

Welche neuen Trends oder Erkenntnisse konnten gewonnen werden?

Timo Finkernagel: Wir haben mehrere Gespräche mit Unternehmen geführt, die im Bereich der Ladesäulen unterwegs sind, auch hier kommen Schrauben mit Finkernagel-Draht zum Einsatz. Bis zum Jahr 2030 sollen in Deutschland eine Millionen öffentliche Ladepunkte für E-Mobilität verfügbar sein. Im Moment sind wir bei ca. 100.000 Ladepunkten, es ist also ein für uns sehr spannender Wachstumsmarkt.

Die nächste Weltleitmesse ist in zwei Jahren. Ist Finkernagel wieder dabei?

Fritz Uwe Finkernagel: Selbstverständlich werden wir auch in 2026 auf unserem Stammplatz in Halle 12 zu finden sein. Diese wire war unser 15ter Messeauftritt in Folge. Und es gibt tatsächlich einige bekannte Gesichter, die jedes mal dabei waren.

Gibt es zum Abschluss noch Tipps für Unternehmen, die ihren ersten eigenen Messestand auf der nächsten Messe planen?

Timo Finkernagel: Sich professionelle Unterstützung für den Service zu holen. Wir haben dieses Jahr zwei erfahrene Messe-Hostessen, die sich um alles kümmern, so dass wir uns auf die Fachgespräche konzentrieren können.

Fritz Uwe Finkernagel: Wir machen im Anschluss an jede Messe eine ausführliche „Manöver-Kritik“, um festzuhalten, was wir beim nächsten Auftritt verbessern wollen. Auf diese Liste notieren wir jedes Jahr etwas Neues. So kamen wir bereits auf einen eigenen Staubsauer als "Must-have", der sich übrigens regelmäßig von einigen Standnachbaren ausgeliehen wird.